The one thing we forget when we double-cleanse

Double-Cleansing und worauf du achten solltest

     

 

 

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In letzter Zeit scheint es in der Skincare- welt einen Hype um die Double-Cleansing- Methode zu geben.

Aber hilft sie unserer Haut wirklich oder schadet sie vielleicht sogar? Wir haben unsere Dermatologin Christina Hayn* gefragt. Sie verrät uns, was man bei der doppelten Reinigung nicht vergessen sollte, und gibt uns eine einfache, aber goldene Regel für die Hautreinigung mit auf den Weg.

 

Was ist Double-Cleansing?

Eine ordentliche Gesichtsreinigung sorgt dafür, dass alle Unreinheiten des Tages (oder der Nacht) entfernt werden. Wenn du deine Haut vor dem Schlafengehen nicht reinigst, bieten Hauttalg, Make-up und Lichtschutzfaktor die perfekte Grundlage für Bakterien sich zu vermehren.

Das Prinzip der doppelten Reinigung besteht darin, mit einem Reinigungsmittel das Make-up zu entfernen und mit dem anderen Reinigungsmittel Unreinheiten zu beseitigen und die Haut "tiefenzureinigen". Ganz nach dem Motto "doppelt hält besser".

 

Double-cleansing: vergiss diese eine Sache nicht

Auch wenn wir es mit dem Double-Cleansing für unsere Haut nur gut meinen, sollten wir eines nicht vergessen: unsere Hautbarriere.

"Es besteht die Gefahr, dass sich Hautprobleme verschlimmern, wenn die Fettbarriere der Haut durch übermäßiges Waschen oder durch Irritationen beim Waschen und anschließenden Abtrocknen der Haut zu stark entfernt wird.

Das kann zu Spannungsgefühlen, Schuppenbildung oder sogar zu Entzündungen und vermehrten Ausbrüchen bei zu Akne neigender Haut führen", sagt Christina.

 

Ist Double-Cleansing wirklich notwendig?

Wir alle haben eines gelernt, wenn es um Hautpflege geht. Weniger ist oft mehr. Je mehr Behandlungen und Produkte wir andwenden, desto mehr riskieren wir, dass unsere Haut mit Rötungen, Juckreiz oder noch mehr Ausbrüchen reagiert. Ist der "Trend" zur doppelten Reinigung also wirklich den Hype wert?

Laut unserer Dermatologin Christina ist die Antwort auf diese Frage ein klares "Nein ... definitiv nicht.

"Die meisten Reinigungsmittel sind heute so formuliert, dass sie Make-up und Unreinheiten effektiv entfernen. Es besteht wirklich keine Notwendigkeit, diese beiden Indikationen zu trennen.

Ich reinige nur doppelt, wenn ich sehr starkes Make-up trage. Aber selbst dann müssen es nicht zwei verschiedene Reinigungsmittel sein. Wenn dir die doppelte Reinigung ein gutes Gefühl gibt und sich deine Haut verbessert, dann kannst du auf jeden Fall damit weitermachen.

 

Hautreinigung 101: Was wir wissen müssen

Wenn du auf der Suche nach einer Reinigungslösung bist, die alles entfernt - von starkem Make-up bis hin zum Sonnenschutz -, empfehlen wir Produkte auf Ölbasis. Denn Öl lässt sich am besten mit ölhaltigen Reinigungsmitteln entfernen, und die meisten Produkte, die wir im Laufe des Tages verwenden, sind öllöslich.

Im Allgemeinen sollte sich die Reinigung deiner Haut gut anfühlen. Greife daher immer zu beruhigenden Reinigungsmitteln, besonders wenn bei empfindlicher Haut.

Eine weitere gute Option sind BHA-Gele. BHA reinigt unsere Poren, ohne die Haut auszutrocknen.

 

Solltest du zu trockener Haut neigen, empfehlen wir die morgendliche Reinigung auszulassen.

Solltest du dich dennoch für eine doppelte Reinigung entscheiden, empfehlen wir die light-Double-Cleansing- Methode, um Ihre Hautbarriere nicht zu schädigen.

 

Und hier ist die goldene Regel:

Trage immer zuerst dein Reinigungsmittel auf Ölbasis auf und massiere es mindestens 30 Sekunden lang in deine Haut ein. Bei der Reinigung kommt es nicht nur darauf an, welche Produkte du verwendest, sondern auch auf die Art und Weise, wie du die Haut reinigst. Gib deinem Produkt also genügend Zeit auf deiner Haut, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Spülen dein Gesicht noch nicht ab! In einem zweiten Schritt trägst du dein zweites Reinigungsmittel über das ölhaltige Reinigungsmittel auf.

Auf diese Weise reinigst du dein Gesicht doppelt, deine Haut bleibt aber geschützt.

Wasche dein Gesicht gründlich mit Wasser ab. Fertig!

 

*Über Christina Maria Hayn

 

Christina studierte bis 2017 Medizin in Deutschland. Anschließend arbeitete sie in der Hautklinik der Universität Magdeburg als Assistenzärztin mit dem Schwerpunkt Hautkrebs. Seit 2020 arbeitet sie in einer dermatologischen Praxis. Die Behandlung von häufigen Hauterkrankungen wie Akne ist seither ihr tägliches Geschäft und ihre Leidenschaft.